Archiv der Kategorie: Projekt „Energiesparmeister 2025/2026“
Weniger Wasserverbrauch bedeutet weniger Energieverbrauch
Nach einem Interview mit dem Wassermeister des Wasserwerks, Herrn Markus Krause, vom Zweckverband der Kommunalen Betriebe, bekam die R10a am 11.03.2026 einen genauen Überblick über die Bereiche Wasserversorgung, Wasserverbrauch und den damit verbundenen Energieverbrauch. Herr Krause berichtete über die sehr gute Qualität des Wassers in den Versorgungsgebieten Bad Arolsen und Volkmarsen. Durch sieben Tiefenbrunnen, auch Schachtbrunnen oder Bohrbrunnen genannt, wird Trinkwasser gewonnen. Dieses wird für Trinkzwecke, zur Bewässerung, für industrielle Nutzungen und zur Versorgung der Haushalte verwendet. Der Durchmesser eines Bohrlochs hängt nicht nur von den geologischen Bedingungen ab, sondern auch vom geplanten Verwendungszweck. Im Inneren des Brunnens befindet sich in der Regel eine Rohrleitung, die das gewonnene Grundwasser fördert. Zuvor fließt das Wasser durch natürliche geologische Schichten, die als Aquiferen bezeichnet werden. Diese Schichten können aus Sandstein, Kalk, Kies, Schotter oder anderen porösen Materialien bestehen. Nachdem die Tiefenbrunnen gewartet und gereinigt wurden, wird das darin vorhandene Grundwasser auf seine Qualität überprüft. Bei einer Gesamtlänge des Leitungsnetzes von 234,30 km, sind im Jahr 2024 über 24.603 Einwohner, Industrieunternehmen und Gewerbebetreibende mit Trinkwasser versorgt worden. Die Gesamtfördermenge im Jahr 2024 betrug 1.237.716 m3. Der durchschnittliche Wasserverbrauch pro Jahr lag bei einem 3 – Personen – Haushalt bei etwa 140m3, bei einem 5 – Personen – Haushalt bei etwa 230 m3. Das Wasser wird mithilfe elektrischer Pumpen in die Wassernetze nach oben gefördert. Falls eine Pumpe ausfällt, steht sofort eine andere bereit. Wenn genug Gefälle vorhanden ist, kann das Wasser auch durch Schwerkraft, an die Orte gelangen, an denen es benötigt wird. Um das Wasser zu speichern, stehen große Speicheranlagen an drei verschiedenen Standorten zur Verfügung. Dass man durch einen geringen Wasserverbrauch auch Energie sparen kann, war dem Wassermeister, Herrn Markus Kraus, sofort klar.
Für den Garten sollte man:
- Regenwasser sammeln und zum Bewässern nutzen.
- Das Gießen auf Nachtstunden oder auf frühe Morgen- und Abendzeiten beschränken.
- Moderne Geräte, wie Tropf- oder Perlschläuche, statt Rasensprengern nutzen.
Die Häufigkeit des Rasenmähens auf höchstens einmal pro Woche reduzieren.
Im Haushalt sollte man:
- Geschirrspüler und Waschmaschine nur bei voller Beladung betreiben.
- Effiziente Geräte und Sparprogramme verwenden, um den Wasserverbrauch zu minimieren.
- Wo möglich Spülwasser mehrmals nutzen.
- Keine Schadstoffe z.B. Farbreste oder Medikamente in Toiletten oder Abflüssen entsorgen
Weitere Ratschlage:
- Man sollte das Auto ausschließlich in der Waschanlage wasche
- Im Urlaub auch Möglichkeiten des Wassersparens beachten.
- Den Wasserhahn unnötig laufen zu lassen, vermeiden.
- Nutzung von Regenwasser und Grundwasser optimieren, um Trinkwasser zu schonen.
Die R10a nahm alle Empfehlungen des Wassermeisters, Herrn Krause, mit auf den Weg und bedankte sich für das Interview.
(M.Jordan)
Müllsammeln lohnt sich!
Müllsammeln ist nicht schön, vor allem wenn man so schönes Wetter hat, wie die R10a am 02.03.2026. Aber gerade deshalb hat die Klasse den Termin zum Saubermachen der Bad Arolsen- Stadt schon zweimal verschoben. Schnee und Regen verhinderten die sinnvolle Aktion zum Energiesparen durch Müllsammeln.
Diesmal hat es geklappt. Die Sonne schien und die Klasse R10a teilte sich in zwei Gruppen um den Müll in der letzten drei Unterrichtsstunden zu sammeln.
Müll muss eingesammelt, transportiert und verarbeitet werden. Dafür wird Energie benötigt. Ein Teil des Mülls wird recycelt, wie beim Glas, Papier, Aluminium und Kunststoff. Das spart Energie, weil die Neuproduktion erheblich teurer ist. Um neues Papier zu herzustellen, braucht man viel Holz. Bäume müssen erst gefällt, gebracht und umgewandelt werden. Das kostet Geld. Wird das Altpapier recycelt, braucht man weniger Rohstoffe, Wasser und Chemikalien.
Beim Glasrecycling schmilzt das Altglas bei niedrigeren Temperaturen und somit verbraucht weniger Energie. Auch hier werden weniger Rohstoffe wie Sand, Kalk und Soda gebraucht. Besonders viel Energie spart man, wenn man Aluminium sammelt und recycelt. Hier spricht man von 95% weniger Energie als bei Neuproduktion. Das kommt daher, dass neues Aluminium aus dem Rohstoff Bauxit hergestellt wird und die Gewinnung aber auch Verarbeitung braucht nicht nur extrem viel Energie beim Schmelzen sondern die hohe CO2 Entstehung belastet unsere Umwelt.
Kunststoff also Plastik wird aus Erdöl oder Erdgas hergestellt. Wenn man diesen recycelt braucht man weniger Erdöl, entsteht weniger CO2 und man spart bis zum 70 % Energie. Manchmal verbrennt man Plastik, um Energie zu gewinnen.
Generell ein Teil des Mülls wird in Müllverbrennungsanlagen verbrannt. Dabei entstehen Wärme und Strom, die man als Energie nutzen kann.
Müll ist also Energielieferant.
Die Klasse R10a sortierte den Müll gleich beim Sammeln. Es war der Plastik, der den ersten Platz belegt und die meisten Säcke gefüllt hatte. Danach kam das Papier. Es gab auch viel Glas. Die Schülerinnen und Schüler stellten schnell fest, dass das Müllsammeln eine wertvolle Aktion war. Dank der Kommunalen Betriebe Nordwaldeck bekamen sie die benötigten Materialien um Müll zu sammeln. Der Umwelt zu liebe!
(M.Jordan)

Veggie-Day Number 2
Auch in diesem Schuljahr (2026) startete die Veggie-Day zum wiederholten Male an der Kaulbach-Schule. Schülerinnen und Schüler überzeugten diesmal die Lehrerschaft mit gesunden Snacks, dabei verzichteten sie auf Wurstwaren zum Wohle des Tieres. Dass man dadurch gesundheitliche und ökologische Vorteile hat, weiß die R10a. Sie haben verstanden, dass Verzehr von Rind- und Schweinefleisch verursacht viele Emissionen. Kühe produzieren Methan, ein starkes Treibhausgas. Außerdem benötigen sie Futtermittel, zum Beispiel Soja. Dafür werden große Flächen gebraucht, was mit Abholzung im Amazonas zu tun hat. Transport, Verarbeitung und Kühlung von Wurstwaren erhöht zusätzlich den CO2- Ausstoß.
Die Klasse R10a zeigte den Lehrern, dass Verzicht und weniger Fleischkonsum einen Unterschied macht. Die pflanzliche Alternative schützt unsere Gesundheit, sparrt Wasser und Land und reduziert den persönlichen CO2 Fußabdruck.
Umgang mit elektrischer Energie im Alltag
Energie kann weder erzeugt noch vernichtet werden – Es gibt keinen„ Energieverbrauch“. Energie wird lediglich umgewandelt von einer Form in eine andere. Die R10a untersucht heute Haushaltsgeräte, die elektrische Energie umwandeln in Bewegung, Wärme, Licht und Schall. Insbesondere geht es um Energiemengen, die umgewandelt werden und natürlich auch bezahlt werden müssen. Die Schüler erkennen schnell, dass die Leistung eines elektrischen Gerätes und natürlich die Nutzungsdauer entscheidend für den „Energieverbrauch“ sind. Aber wie kann man die elektrische Leistung eines Haushaltsgerätes bestimmen? Oft ist sie auf einem Typenschild angegeben. Man kann aber auch den Strom messen und diesen mit der Spannung multiplizieren. So wurde hier vorgegangen:
Leistung = Spannung x Strom
P = U x I
Kennt man die Leistung eines Gerätes, so berechnet sich die Menge der umgewandelten Energie wie folgt:
Energie = Leistung x Zeit
E = P x t
Durchgeführte Messungen und Rechnungen:
1.
Glühlampe: I = 0,2 A —-> P = 230 V x 0,2 A = 46 VA = 46 W , wahrscheinlich 40 W.
Wieviel elektrische Energie wird in Wärme und Licht umgewandelt, wenn diese 40 W – Lampe 25 Stunden durchgehend betrieben wird?
Rechnung: E = P x t = 40 W x 25 h = 1000 Wh = 1 kWh
Kosten: 1 kWh kostet in Bad Arolsen 33,8 Cent.
Ergebnis: Das Betreiben der 40 W – Glühlampe für eine Dauer von 1 Tag und 1 Std. kostet ca. 33,8 Cent.
2.
Baustrahler: I = 6 A P = 1.380 W E in 24 h = 33.120 Wh = 33,12 kWh Kosten: 11,19 €.
3.
Aufladen eines Handys – geschätzte Dauer: 1 h —-> I = 30 mA —> P = 6,9 W E = 6,9 Wh
Kosten: 0,23 Cent = 0,0023 €, also 4 x Aufladen kostet etwa 1 Cent.
4.
Wasserkocher: I = 10 A P = 2300 W = 2,3 kW – geschätzte Dauer: 3 min —> E = 0,115 kWh
Kosten: 3,88 Cent bei Füllmenge 1 L.
Gesamtergebnisse der zwei Unterrichtsstunden und Tipps für den Alltag:
- Geräte mit hoher Leistung möglichst vermeiden oder nur kurz betreiben
- Energiesparen ist unbequem aber sinnvoll
- Allgemeiner Grundsatz: Wärmeerzeugende Geräte haben grundsätzlich hohe Leistungen (Kochplatte, Heizofen, Fön, Bügeleisen, Wasserkocher, Waschmaschine, Wäschetrockner…)
- Handy- Ladengerät „zapft“ Strom auch wenn das Gerät nicht angeschlossen ist
- Vor jeder Strommessung muss man den Messbereich so wählen, dass das Messgerät nicht beschädigt wird
Die Schüler der R10 a haben durch Experimente und Rechnungen gelernt, dass verschiedene elektrische Geräte sich sehr in ihrer Leistung unterscheiden und damit auch sehr unterschiedliche Stromkosten verursachen. Wer Energie sparen will, muss dies wissen.
Energiesparen durch Upcycling
Es geht weiter.
KBS steigt wieder voll ein. Energiesparmeister 2026.
Wir gehen in die Verlängerung!!!
Ein Deutscher Bürger verbraucht jährlich etwa 120 GJ (34.000 kWh) obwohl er nur circa 3GJ zum Überleben benötigt. Ein primitiver Lebensstil mit einfacher Technik erfordert circa 6-10 GJ pro Person und Jahr. Ein sparsamer Lebensstil im modernen Alltag benötigt circa 30 GJ pro Person und Jahr.
Wir leben über unsere Verhältnisse und jeder von uns verbraucht 40 mal so viel, wie er zu reinen Überleben benötigt. Das ist der Preis für unsere Bequemlichkeit und Genusssucht.
Unsere Energieverschwendung betrifft fast alle Lebensbereiche. Besonders deutlich wird dies auf folgenden Sektoren:
- Transport, Verkehr und Reisen
- Ernährung
- Produktion unnötiger Güter
- Müll und Abwasser
- Bauen und Wohnen
Unser Augenmerk richtet sich wie schon im letzten Jahr auf Transport, Verkehr und Reisen. Unsere Schülerinnen und Schüler verzichten auf motorisierten Transport und laufen oder fahren mit dem Fahrrad zur Schule.
Der Baum als Wunderwerk der Natur
Am 02.04.2025 fand der praktische Unterricht im Wald statt. Die Klasse R9a hatte sich zum Ziel gesetzt, im Fürstlichen Forst von Arolsen 500 Bäume zu pflanzen. Alle Schüler waren anwesend, diese Aktion wollte sich keiner entgehen lassen. Bei bestem Wetter und guter Laune ging die Arbeit flott von der Hand. Es hieß Löcher graben, junge Bäume setzten und Schutzgitter aufstellen. Das Forstamt hatte alles bestens vorbereitet. Es standen kleine Ahornbäume und Bergtannen sowie halbrunde Spezialspaten zur Verfügung. Vom Forstamt waren fünf Personen anwesend, die den Schülern den Platz zuwiesen und das nötige Material bereitstellten. Das zugewiesene Waldstück hatte vor einigen Jahren an der extremen Trockenheit gelitten, alle noch vorhandenen Bäume waren abgestorben. Diese frei gewordene Fläche galt es neu zu bepflanzen. Vor Beginn der Arbeit erläuterte der Forstwirt, Herr Rose, den Schülern die Bedeutung des Waldes für die Tierwelt, insbesondere für den Menschen.
Bäume sind exzellente Energiespeicher, sie verwandeln Wasser und CO2 in Zellulose und Sauerstoff. Ein einziger Baum kann bei günstiger Sonneneinstrahlung stündlich bis zu 1200 Liter Sauerstoff produzieren.
Außerdem ist er ein erstaunlicher Energiespeicher: Eine junge Eiche von ca. 50 Jahren und einer Gesamthöhe von 12 m hat bei einer Masse von 16 Tonnen in ihrem Holz ca. 64.000 kWh an Sonnenenergie gespeichert. Das entspricht dem durchschnittlichen jährlichen Elektroenegieverbrauch von 16 vierköpfigen Familien. Stirbt der Baum ab oder wird sein Holz verbrannt, so wird diese chemisch gespeicherte Energie wieder frei, der Kohlenstoff wird in Verbindung mit Sauerstoff in Form von CO2 wieder an die Umwelt abgegeben. Beim Vermodern oder Verbrennen des Holzes wird der Umwelt also die gleiche Menge an Sauerstoff entzogen, welche der Baum im Laufe seines Lebens einst produziert hat. Entsprechendes gilt umgekehrt für die CO2 Freisetzung.
Diese Aktion im Fürstlichen Forst von Arolsen war ein voller Erfolg und wird den Schülern ein Leben lang in Erinnerung bleiben.

Sonennlicht gibt Strom
Am Donnerstag, den 27.03.2025 beschäftigte sich die Klasse R9a mit Elektrizitätserzeugung durch Photovoltaik. Die Schüler wollten eigentlich ein Radio mit selbsterzeugtem Strom betreiben. Dies gelang aber nicht, weil das zur Verfügung stehende Autoradio durch einen Sicherheitscode gesperrt war.
Alternativ gelang es jedoch eine elektrische Wasserpumpe und ein 12 V Lämpchen zu betreiben. Glücklicherweise herrschte sehr gutes Wetter und die Sonne schien ohne Unterbrechung. Die gewonnene elektrische Energie wurde in einer Autobatterie gespeichert. Der Ladestrom wurde mit einem Messgerät veranschaulicht. Wurde das Solarmodul mit einer Pappe abgedeckt, fiel der Ladestrom sofort auf 0 mA. Die Schüler nannten zahlreiche Möglichkeiten, wie eine solche „Inselanlage“ in Situationen ohne Netzanschluss genutzt werden kann. Es wurde über Einheiten und Kosten der elektrischen Energie gesprochen.
Energiesparen lohnt sich
An der Kaulbach – Schule fand am Donnerstag, den 20.03.2025 ein Flohmarkt statt. Dieser ist ein Teil des Wettbewerbs zum Thema Energiesparmeister 2025, ausgeschrieben vom Bundesumweltministerium aus Berlin. Lehrer und Schüler trennten sich von unnötigem Ballast, um Platz zu gewinnen und den Wettbewerb zu unterstützen. Menschen haben unterschiedliche Bedürfnisse. Was beim einen nur sinnlos herumliegt, macht dem anderen Freude. Bücher, Kleidung, Spielzeug und vieles mehr wechselte für kleines Geld seinen Besitzer. Das ist nachhaltig und verhindert umweltschädliche Neuproduktion. Gebraucht ist in, das macht Sinn. Die Schüler hatten viel Spaß und freuten sich über die beträchtlichen Einnahmen: 333 Euro können sich sehen lassen! Dieses Geld sollte ursprünglich den drei sparsamsten Klassen zugute kommen. Kontrolliert wurden Heizung Fenster und Beleuchtung. Bei vierundzwanzig „Energiesparwütigen“ Klassen war es unmöglich einen Gewinner zu ermitteln. Deshalb wird das eingenommene Geld unter diesen 24 Klassen verlost.





























































































