Waldlehrpfad „Weißer Stein“ in der Revierförsterei Mengeringhausen bekommt einen neuen Anstrich

Kaulbach-Schüler nehmen auch dieses Jahr wieder am bundesweiten Wettbewerb „Energiesparmeister 2026“ teil und verpassen den Informationstafeln des Waldlehrpfades ein frisches Aussehen.

Am Montag, dem 27.04.2026 marschierte die Klasse R10a in den Stadtwald der Revierförsterei nach Mengeringhausen. Dort hatten die Schülerinnen und Schüler unter der Leitung von Frau Roschanski, Frau Hills und Frau Jordan von dem zuständigen Förster, Herrn Rose , am Waldlehrpfad „Weißer Stein“ den Auftrag bekommen, die Informationstafeln im Wald zu reinigen und wieder auf Vordermann zu bringen. Die Klasse hatte schon einmal für die Försterei gearbeitet und an dem letztjährigen Wettbewerb „Energiesparmeister 2025“ teilgenommen. Damals wurden 500 Bäume gepflanzt.  Leider ist es ihnen letztes Jahr nicht gelungen, den 1. Platz zu gewinnen. Jetzt nimmt die Gruppe einen zweiten Anlauf und würde sich freuen, wenn es diesmal klappen würde.  Mit vollem Elan wurden 15 Waldlehrpfad- Informationstafel gesäubert, geschliffen, gestrichen und zuletzt noch einmal poliert. Im Wald gibt es natürlich keinen Strom, sodass die gesamte Arbeit von Hand verrichtet werden musste. Elektrische Energiebilanz: 0 kWh. Mit Wasser, Schleifpapier, Holzlasur und Pinsel wurden die über die Jahre stark verwitterten Tafeln schön aufpoliert. Den Schülern hat diese Arbeit sehr gefallen, Förster Rose war glücklich und erstaunt, dass Schüler so viel Fleiß, Elan und Durchhaltevermögen aufbringen können und die Lehrkräfte waren auch zufrieden: Ein gelungener und abwechslungsreicher Vormittag. Im späteren Berufsleben werden die Schülerinnen und Schüler mit diesen Eigenschaften sicherlich gut vorankommen. Sie haben gelernt, dass man mit Fleiß und Ausdauer seine Ziele verfolgen muss, wenn man im Leben etwas erreichen will – Ohne Fleiß keinen Preis.

Kohlenstoffdioxid verringern, Sauerstoff erhalten!

Auch in diesem Schuljahr gab es an der KBS eine Aktion zur CO2 verringerten Bewegung. Schülerinnen, Schüler und ihre Lehrer haben zwei Monate lang ihren täglichen Schulweg mit Muskelkraft bewältigt. Das war anstrengend und machte Freude. Unter energetischen Gesichtspunkten eine tolle Aktion: Statt 1500 kg Metall und einen Menschen zu bewegen, wurde nur ein Mensch ohne Metallballast bzw. ein Mensch + 20 kg Metall (Fahrrad) transportiert. Das macht einen Unterschied, spart Energie und schont unsere Umwelt. Die Schüler haben ihre täglichen Lauf- und Radstrecken regelmäßig in einem Buch notiert. In der Summe kamen sie auf 433 km zu Fuß und 558 km mit dem Fahrrad.
Laufen und Radeln hält fit und braucht keinen Sprit.
(M. Jordan)

Weniger Wasserverbrauch bedeutet weniger Energieverbrauch

Nach einem Interview mit dem Wassermeister des Wasserwerks, Herrn Markus Krause, vom Zweckverband der Kommunalen Betriebe, bekam die R10a am 11.03.2026 einen genauen Überblick über die Bereiche Wasserversorgung, Wasserverbrauch und den damit verbundenen Energieverbrauch. Herr Krause berichtete über die sehr gute Qualität des Wassers in den Versorgungsgebieten Bad Arolsen und Volkmarsen. Durch sieben Tiefenbrunnen, auch Schachtbrunnen oder Bohrbrunnen genannt, wird Trinkwasser gewonnen. Dieses wird für Trinkzwecke, zur Bewässerung, für industrielle Nutzungen und zur Versorgung der Haushalte verwendet. Der Durchmesser eines Bohrlochs hängt nicht nur von den geologischen Bedingungen ab, sondern auch vom geplanten Verwendungszweck. Im Inneren des Brunnens befindet sich in der Regel eine Rohrleitung, die das gewonnene Grundwasser fördert. Zuvor fließt das Wasser durch natürliche geologische Schichten, die als Aquiferen bezeichnet werden. Diese Schichten können aus Sandstein, Kalk, Kies, Schotter oder anderen porösen Materialien bestehen. Nachdem die Tiefenbrunnen gewartet und gereinigt wurden, wird das darin vorhandene Grundwasser auf seine Qualität überprüft. Bei einer Gesamtlänge des Leitungsnetzes von 234,30 km, sind im Jahr 2024 über 24.603 Einwohner, Industrieunternehmen und Gewerbebetreibende mit Trinkwasser versorgt worden. Die Gesamtfördermenge im Jahr 2024 betrug 1.237.716 m3. Der durchschnittliche Wasserverbrauch pro Jahr lag bei einem 3 – Personen – Haushalt bei etwa 140m3, bei einem 5 – Personen – Haushalt bei etwa 230 m3. Das Wasser wird mithilfe elektrischer Pumpen in die Wassernetze nach oben gefördert. Falls eine Pumpe ausfällt, steht sofort eine andere bereit. Wenn genug Gefälle vorhanden ist, kann das Wasser auch durch Schwerkraft, an die Orte gelangen, an denen es benötigt wird. Um das Wasser zu speichern, stehen große Speicheranlagen an drei verschiedenen Standorten zur Verfügung. Dass man durch einen geringen Wasserverbrauch auch Energie sparen kann, war dem Wassermeister, Herrn Markus Kraus, sofort klar.

Für den Garten sollte man:

  • Regenwasser sammeln und zum Bewässern nutzen.
  • Das Gießen auf Nachtstunden oder auf frühe Morgen- und Abendzeiten beschränken.
  • Moderne Geräte, wie Tropf- oder Perlschläuche, statt Rasensprengern nutzen.

Die Häufigkeit des Rasenmähens auf höchstens einmal pro Woche reduzieren.

Im Haushalt sollte man:

  • Geschirrspüler und Waschmaschine nur bei voller Beladung betreiben.
  • Effiziente Geräte und Sparprogramme verwenden, um den Wasserverbrauch zu minimieren.
  • Wo möglich Spülwasser mehrmals nutzen.
  • Keine Schadstoffe z.B. Farbreste oder Medikamente in Toiletten oder Abflüssen entsorgen

Weitere Ratschlage:

  • Man sollte das Auto ausschließlich in der Waschanlage wasche
  • Im Urlaub auch Möglichkeiten des Wassersparens beachten. 
  • Den Wasserhahn unnötig laufen zu lassen, vermeiden.
  • Nutzung von Regenwasser und Grundwasser optimieren, um Trinkwasser zu schonen.

Die R10a nahm alle Empfehlungen des Wassermeisters, Herrn Krause, mit auf den Weg und bedankte sich für das Interview.
(M.Jordan)

Müllsammeln lohnt sich!

Müllsammeln ist nicht schön, vor allem wenn man so schönes Wetter hat, wie die R10a am 02.03.2026. Aber gerade deshalb hat die Klasse den Termin zum Saubermachen der Bad Arolsen- Stadt schon zweimal verschoben. Schnee und Regen verhinderten die sinnvolle Aktion zum Energiesparen durch Müllsammeln.

Diesmal hat es geklappt. Die Sonne schien und die Klasse R10a teilte sich in zwei Gruppen um den Müll in der letzten drei Unterrichtsstunden zu sammeln.

Müll muss eingesammelt, transportiert und verarbeitet werden. Dafür wird Energie benötigt. Ein Teil des Mülls wird recycelt,  wie beim Glas, Papier, Aluminium und Kunststoff. Das spart Energie, weil die Neuproduktion erheblich teurer ist. Um neues Papier zu herzustellen, braucht man viel Holz. Bäume müssen erst gefällt, gebracht und umgewandelt werden. Das kostet Geld. Wird das Altpapier recycelt, braucht man weniger Rohstoffe, Wasser und Chemikalien.

Beim Glasrecycling schmilzt das Altglas bei niedrigeren Temperaturen und somit verbraucht weniger Energie. Auch hier werden weniger Rohstoffe wie Sand, Kalk und Soda gebraucht. Besonders viel Energie spart man, wenn man Aluminium sammelt und recycelt. Hier spricht man von 95% weniger Energie als bei Neuproduktion. Das kommt daher, dass neues Aluminium aus dem Rohstoff Bauxit hergestellt wird und die Gewinnung aber auch Verarbeitung braucht nicht nur extrem viel Energie beim Schmelzen sondern die hohe CO2 Entstehung belastet unsere Umwelt.

Kunststoff also Plastik wird aus Erdöl oder Erdgas hergestellt. Wenn man diesen recycelt braucht man weniger Erdöl, entsteht weniger CO2 und man spart bis zum  70 % Energie. Manchmal verbrennt man Plastik, um Energie zu gewinnen.

Generell ein Teil des Mülls wird in Müllverbrennungsanlagen verbrannt. Dabei entstehen Wärme und Strom, die man als Energie nutzen kann.

Müll ist also Energielieferant.

Die Klasse R10a sortierte den Müll gleich beim Sammeln. Es war der Plastik, der den ersten Platz belegt und die meisten Säcke gefüllt hatte. Danach kam das Papier. Es gab auch viel Glas. Die Schülerinnen und Schüler stellten schnell fest, dass das Müllsammeln eine wertvolle Aktion war. Dank der Kommunalen Betriebe Nordwaldeck bekamen sie die benötigten Materialien um Müll zu sammeln. Der Umwelt zu liebe!
(M.Jordan)

 

Veggie-Day Number 2

Auch in diesem Schuljahr (2026) startete die Veggie-Day zum wiederholten Male an der Kaulbach-Schule. Schülerinnen und Schüler überzeugten diesmal die Lehrerschaft mit gesunden Snacks, dabei verzichteten sie auf Wurstwaren zum Wohle des Tieres. Dass man dadurch gesundheitliche und ökologische Vorteile hat, weiß die R10a. Sie haben verstanden, dass Verzehr von Rind- und Schweinefleisch verursacht viele Emissionen. Kühe produzieren Methan, ein starkes Treibhausgas. Außerdem benötigen sie Futtermittel, zum Beispiel Soja. Dafür werden große Flächen gebraucht, was mit Abholzung im Amazonas zu tun hat. Transport, Verarbeitung und Kühlung von Wurstwaren erhöht zusätzlich den CO2- Ausstoß.

Die Klasse R10a zeigte den Lehrern, dass Verzicht und weniger Fleischkonsum einen Unterschied macht. Die pflanzliche Alternative schützt unsere Gesundheit, sparrt Wasser und Land und reduziert den persönlichen CO2 Fußabdruck.

Umgang mit elektrischer Energie im Alltag

Energie kann weder erzeugt noch vernichtet werden – Es gibt keinen„ Energieverbrauch“. Energie wird lediglich umgewandelt von einer Form in eine andere. Die R10a untersucht heute Haushaltsgeräte, die elektrische Energie umwandeln in Bewegung, Wärme, Licht und Schall. Insbesondere geht es um Energiemengen, die umgewandelt werden und natürlich auch bezahlt werden müssen. Die Schüler erkennen schnell, dass die Leistung eines elektrischen Gerätes und natürlich die Nutzungsdauer entscheidend für den „Energieverbrauch“ sind. Aber wie kann man die elektrische Leistung eines Haushaltsgerätes bestimmen? Oft ist sie auf einem Typenschild angegeben. Man kann aber auch den Strom messen und diesen mit der Spannung multiplizieren. So wurde hier vorgegangen:

Leistung = Spannung x Strom
P         =          U           x      I

Kennt man die Leistung eines Gerätes, so berechnet sich die Menge der umgewandelten Energie wie folgt:

Energie    =    Leistung    x     Zeit

E        =          P            x         t

Durchgeführte Messungen und Rechnungen:

1.
Glühlampe: I = 0,2 A  —->     P  =    230 V x  0,2 A  =  46 VA =  46 W   ,   wahrscheinlich 40 W.

Wieviel elektrische Energie wird in Wärme und Licht umgewandelt, wenn diese 40 W – Lampe 25 Stunden durchgehend betrieben wird?

Rechnung: E  =  P  x  t   =   40 W  x  25 h  =  1000  Wh  =  1 kWh

Kosten: 1 kWh kostet in Bad Arolsen 33,8 Cent.

Ergebnis: Das Betreiben der 40 W – Glühlampe für eine Dauer von 1 Tag und 1 Std. kostet ca. 33,8 Cent.

2.
Baustrahler: I  =  6 A   P  =  1.380 W   E in 24 h = 33.120 Wh  =  33,12 kWh    Kosten:  11,19 €.

3.
Aufladen eines Handys – geschätzte Dauer: 1 h —->  I  = 30 mA —>  P = 6,9 W  E  = 6,9 Wh

Kosten: 0,23 Cent = 0,0023 €, also 4 x Aufladen kostet etwa 1 Cent.

4.
Wasserkocher: I  =  10 A     P =   2300 W   = 2,3 kW – geschätzte Dauer: 3 min —> E = 0,115 kWh   

Kosten: 3,88 Cent bei Füllmenge 1 L.

Gesamtergebnisse der zwei Unterrichtsstunden und Tipps für den Alltag:

  • Geräte mit hoher Leistung möglichst vermeiden oder nur kurz betreiben
  • Energiesparen ist unbequem aber sinnvoll
  • Allgemeiner Grundsatz: Wärmeerzeugende Geräte haben grundsätzlich hohe Leistungen (Kochplatte, Heizofen, Fön, Bügeleisen, Wasserkocher, Waschmaschine, Wäschetrockner…)
  • Handy- Ladengerät „zapft“ Strom auch wenn das Gerät nicht angeschlossen ist
  • Vor jeder Strommessung muss man den Messbereich so wählen, dass das Messgerät nicht beschädigt wird

Die Schüler der R10 a haben durch Experimente und Rechnungen gelernt, dass verschiedene elektrische Geräte sich sehr in ihrer Leistung unterscheiden und damit auch sehr unterschiedliche Stromkosten verursachen. Wer Energie sparen will, muss dies wissen.

Energiesparen durch Upcycling

In Rahmen des Wettbewerbs Energiesparmeister 2026 lassen die Schülerinnen und Schüler der KBS nicht locker. Vor einem Jahr haben die Klasse, damals R9a, schon einmal an dem Wettbewerb teilgenommen und den ersten Platz (2.500 €) nur knapp verfehlt . Diesmal haben sie sich etwas Besonderes ausgedacht: Sie wollen zeigen, dass wenig gebrauchte Gegenstände in einer Welt mit begrenzten Ressourcen nicht immer in den Müll gehören. So bekommen scheinbar wertlose Dinge wieder einen Wert und Nutzen. Aus einem Stuhlbein wird ein Schlüsselanhänger, das schwere Zahnrad eines Schiffsgetriebes wird zum Briefbeschwerer, aus dem Material eines Förderbandes wird ein wunderschöner Brennholzkorb genäht. Die alte Konservendose dient nun als Blumenvase und wird mit einem selbst gemachten Band geschmückt. Die Spitzen wertloser Tannenbäume werden nicht geschreddert, aus ihnen entstehen stabile und originelle Holzquirle, schon jetzt für den nächsten Weihnachtsbasar verplant.
Die Herstellung von Gütern erfordert immer Energie. Diese geht fast vollständig in der Restmüllverbrennung verloren. Die Reparatur oder Wiederverwendung zu einem anderen Zweck verhindert diesen sinnlosen Energieverlust.

Einfach Fair schenken / Fairtrade-AG engagiert sich mit der Fairbruary- Aktion an der KBS

Um auf die Produkte des fairen Handels aufmerksam zu machen, hat die Fairtrade-AG der Kaulbach-Schule eine Fairbruary-Aktion auf dem Schulhof durchgeführt.

Schülerinnen und Schüler haben verschiedene Produkte mit dem Fairtrade-Siegel kostenlos an die Schülerschaft ausgeteilt. Schokolade, Bananen, Riegel und vieles Mehr erzeugten großen Andrang und Freude. Es machte allen großen Spaß fair zu schenken und zu teilen.